Wo solltest du deine Fotos speichern?

In der Foto-Galerie scrollen, bis der Arzt kommt? Oder zumindest, bis der Finger weh tut?

Du kennst das bestimmt: Du hast unzählige Fotos auf deinem Smartphone oder deiner Kamera und fragst dich, wo Du sie am besten speichern solltest. Keine Sorge, ich helfe dir dabei, die perfekte Lösung für dich zu finden.

Für die Speicherung deiner Fotos gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten. Welche genau deine ist, solltest Du am Ende des Tages für dich selbst entscheiden :-)

Mit diesem Artikel möchte ich dir einfach ein paar neue Anreize und Inspirationen geben.

Als ehemaliger Projektmanager und gelernter Informatikkaufmann (IHK) habe ich die verschiedensten Sichtweisen auf das Thema kennenlernen dürfen. Hier kurz und knapp meine Insights:

Lokale Speicherung

Eine Möglichkeit, Fotos zu speichern, ist dein Computer oder Smartphone.

Vorteile Nachteile
Schneller Zugriff Begrenzter Speicherplatz
Keine laufenden Kosten Gefahr von Datenverlust durch technische Probleme oder Diebstahl
Du behältst die volle Kontrolle über deine Daten
Daten sind schnell erreichbar, weil (fast) immer dabei
Wo solltest du deine Fotos speichern?
Datensicherung ist nur was für Feiglinge?

Externe Festplatten

Eine weitere Option sind externe Festplatten. Sie bieten dir zusätzlichen Speicherplatz und du kannst sie leicht mitnehmen. Hier sollte unterschieden werden zwischen HDD und SSD. HDD sind weitaus gebrechlicher als SSD und um einiges langsamer.

Spiegelung der Festplatten durch RAID?

Fragst du dich, wie du deine Fotos sicher speichern kannst?
Die Spiegelung der Festplatten durch RAID könnte die Lösung sein.
Was genau bedeutet das?
Bei einem RAID-System (Redundant Array of Independent Disks) werden Daten gleichzeitig auf zwei oder mehr Festplatten gespeichert.
Was bringt das?
Es sorgt für Ausfallsicherheit: Fällt eine Festplatte aus, übernimmt die andere nahtlos.
Ist das kompliziert einzurichten?
Nicht unbedingt! Viele moderne Festplatten sowie NAS-Systeme unterstützen RAID und bieten benutzerfreundliche Oberflächen für die Konfiguration.

Hier muss jeder selbst wissen, wie wichtig die Absicherung der eigenen Daten ist. Hierfür empfehle ich, einen kleinen Plan für den Worst Case zu erstellen:

  1. Identifizierung der wichtigsten Daten: Entscheide, welche Fotos und Dateien für dich unverzichtbar sind.

  2. Regelmäßige Backups: Erstelle wöchentliche Backups dieser wichtigen Daten auf einer externen Festplatte.

  3. Verwendung eines RAID-Systems: Nutze ein RAID1-System, um deine Daten zu spiegeln und somit vor Festplattenausfällen zu schützen.

  4. Cloud-Speicher: Lade eine Kopie deiner wichtigsten Daten in einen Cloud-Speicher wie OneDrive oder Google Drive hoch, um sie vor physischen Schäden zu schützen.

  5. Offsite-Backup: Lagere eine weitere externe Festplatte mit deinen Backups an einem anderen Ort, um dich gegen Diebstahl oder Feuer abzusichern.

Für ein RAID1 Backup verwende ich aktuell das nachfolgende System, mit dem ich meine Bildbearbeitung direkt auf der Festplatte durchführen kann.

Gefühlt entsteht kein Geschwindigkeitsverlust während der Bearbeitung auf der Festplatte :-)

Dieses System nutze ich für meine Backups direkt am MacBook Pro*

Vor- und Nachteile von Externen Festplatten

Vorteile Nachteile
Großer Speicherplatz Externe Platte kann verloren gehen oder beschädigt werden
Mobil und flexibel einsetzbar Langsamerer Zugriff als bei lokaler Speicherung
Einmalige Anschaffungskosten Verlust der Daten bei Verschlüsselung (Nur wenn man das Passwort vergisst)
Möglichkeit auf ein RAID System (Gespiegeltes Speichern)
Eine Sammlung von Fotos
Ersteinrichtung für Profis!

NAS (Network Attached Storage)

Ein NAS ist ein Netzwerkspeicher, der mehrere Festplatten enthält und über das Internet erreichbar ist. Wichtig ist, dass man nach den eigenen Bedürfnissen schaut. Hierbei kann man die NAS-Festplatte so konfigurieren, dass man mit mehreren Festplatten entweder mehr Speicher hat (4GB+4GB=8GB) oder die Festplatten spiegelt (RAID1) und auf Ausfallsicherheit geht (4GB&4GB=4GB).

Vorteile Nachteile
Zentraler Speicherort für alle deine Geräte Höhere Anschaffungs- und Betriebskosten
Hohe Speicherkapazität Abhängigkeit von einer Internetverbindung
Möglichkeit, Daten automatisch zu sichern Oftmals ist man Abhängig vom Anbieter bzw. der NAS-Software

Du möchtest dich gerne mal richtig beraten lassen? Dann schicke mir direkt eine E-Mail oder schreibe mir eine Nachricht :-)

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Lokale Speicherung von Daten und Fotos
NAS, die Kombination aus Lokal und Online

Cloud-Speicher

Cloud-Speicher sind Online-Dienste, bei denen Du Deine Fotos auf den Servern von Anbietern speichern kannst. Hier muss einem selbst klar sein, dass wenn Fotos auf einem Server online liegen, immer die Restgefahr besteht, dass Daten gestohlen werden können.

Vorteile Nachteile
Zugriff von überall und von jedem Gerät Laufende Kosten
Keine Sorgen um Hardware-Ausfälle oder Datenverlust Abhängigkeit von einer Internetverbindung
Einfache Freigabe und Zusammenarbeit Datenschutzbedenken und Kontrollverlust über deine Daten
Cloud-Speicher und physische Alben
Cloud-Services die Qual der Wahl

Fotodruck und physische Alben

Nicht ganz mein Thema, aber der Ordnung halber möchte ich den Fotodruck ebenfalls mit aufführen, manche Leute bevorzugen es, ihre Fotos auszudrucken und in Alben aufzubewahren :-). Ich für meinen Teil mache das nur bei meinen absoluten Lieblingsfotos oder Erinnerungsstücken aus meinem Privatleben oder dem Business.

Vorteile Nachteile
Haptisches Erlebnis und nostalgischer Wert Begrenzter Speicherplatz :-D
Unabhängig von digitaler Technik Fotos können verblassen oder beschädigt werden
die verschiedene Speichermöglichkeiten repräsentiert
Fotodrucke sind Bilder zum Anfassen

Die beste Lösung: Eine Kombination von Extern und Cloud

Die ideale Lösung für das Speichern von Fotos ist meist eine Kombination aus verschiedenen Optionen.

Du könntest zum Beispiel deine wichtigsten Fotos in der Cloud speichern, während Du weniger wichtige auf einer externen Festplatte oder einem NAS sicherst. So hast Du immer eine Sicherung deiner wertvollsten Erinnerungen.

Bitte bedenke ebenfalls, dass du immer ein räumlich getrenntes Backup durchführst, falls mal deine Wohnung unter Wasser steht! Räumlich getrennt bedeutet außerhalb deiner 4-Wände.

Du bist dir noch unsicher, was zu dir passt? Schreib mir gerne eine Nachricht.

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Meine Lösung als Berufsfotograf

Da ich ja eingangs geschrieben habe, dass ich aus dem Informatikbereich komme, war es eine schwere Wahl für mich.

Ich würde eher sagen, dass es ein recht langer Prozess war, bis ich zu dem Ergebnis gekommen bin, welches ich heute verwende:

1. Lokale Speicherung mit Cloud Anbindung
Ja, genau richtig gelesen! Im ersten Step nutze ich einen Mix aus beidem. Sobald ein Fotoshooting vorbei ist, werden die Fotos lokal in einem fest vorgegebenen Ordner gespeichert. Dieser Ordner ist mit meiner OneDrive-Cloud verknüpft und lädt die Fotos erstmal zur Sicherung in die Wolke. (Ich verwende die Office 365 Version*, da ich meine Workflows damit teilweise automatisiert habe und auch Formulare auf meinen Homepages eingebunden - extrem zeitsparend!)
2. Übertragung auf eine externe RAID1 Festplatte
Sobald die erste Sichtung stattgefunden hat, werden die RAW Dateien von mir händisch auf die dafür vorgesehene Festplatte übertragen. Diese Festplatte ist komplett gespiegelt und trägt ein wenig zur Ausfallsicherheit bei. Sollte Festplatte 1-mal defekt sein, übernimmt Festplatte 2 die Arbeit und ich kann die defekte Platte direkt austauschen.
3. Sicherung aller Daten meines MacBook Pro mittels TimeMachine
Da ich gerne eine Historie aller meiner Daten lokal besitze (nur für den Fall der Fälle), habe ich noch eine weitere 4 TB Festplatte* an meine Dockingstation angeschlossen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Ist die lokale Speicherung sicher genug für meine Fotos?

    Lokale Speicherung ist sicher, solange du regelmäßige Backups deiner Daten erstellst und deine Geräte gut schützt. Dennoch solltest du für wichtige Fotos auch eine zusätzliche Sicherungsmethode in Betracht ziehen.

  • Wie kann ich meine Fotos in der Cloud am besten schützen?

    Achte darauf, dass du starke Passwörter verwendest und die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivierst. Informiere dich auch über die Datenschutzrichtlinien des Cloud-Anbieters, um sicherzustellen, dass deine Daten geschützt sind.

  • Was ist der Unterschied zwischen NAS und Cloud-Speicher?

    Ein NAS ist ein Gerät, das du zu Hause oder im Büro aufstellst und über das Internet erreichst, während Cloud-Speicher ein Online-Dienst ist, bei dem deine Daten auf den Servern des Anbieters gespeichert werden.

  • Welche Cloud-Speicher-Anbieter sind empfehlenswert?

    Es gibt viele gute Anbieter wie Google Drive, Dropbox, Microsoft OneDrive oder Apple iCloud. Die Wahl hängt von deinen Bedürfnissen, deinem Budget und deinen persönlichen Vorlieben ab.

  • Wie oft sollte ich meine Fotos sichern?

    Es ist empfehlenswert, regelmäßig Backups deiner Fotos zu erstellen. Die Häufigkeit hängt von der Menge der neuen Fotos und der Wichtigkeit deiner Bilder ab. Bei vielen neuen Fotos oder wichtigen Erinnerungen solltest du häufiger Backups durchführen, beispielsweise wöchentlich oder monatlich.

Mein Fazit und Tipps

Wo und wie man seine Fotos speichert, ist ein äußerst schwieriges Thema und sollte immer im Detail betrachtet werden. Es gibt keine perfekte Lösung für alle, daher solltest Du Deine Bedürfnisse und Vorlieben berücksichtigen, wenn Du entscheidest, wo Du Deine Fotos speichern möchtest. Die Kombination aus verschiedenen Speicheroptionen bietet Dir Flexibilität und Sicherheit für Deine wertvollen Erinnerungen.

Aktuell liebäugele ich mit einer neuen Variante des RAID Systems von Lacie*. In Kombination mit einer meiner OneDrive Cloud und einem eventuellen NAS-System von Synology* habe ich dann alle Eventualitäten abgedeckt. Regelmäßige Backups auf einer externen Festplatte* werden ebenfalls noch durchgeführt, um mein Backup räumlich zu trennen.

Sobald ich mir meine neuen Systeme zugelegt habe, werden ich selbstverständlich davon berichten ;-)

Du möchtest gerne ergänzende Infos von mir oder dich einfach mal austauschen?

Dann schicke mir im Kontaktformular eine kurze Nachricht.




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